Das Werk der Künstlerin Hanna Fertig entfaltet sich in diesen Wochen an zwei Orten in Halle: In der Galerie des Dornrosa e.V. als Ausstellung von Originalen und korrespondierend in der Moritzkirche als Ausstellung gedruckter Tafeln. So entsteht ein Dialog über Räume hinweg – und zugleich ein Dialog mit einem Werk, dessen Ausdruckskraft weit über die Lebenszeit seiner Schöpferin hinausreicht. Hanna Fertig, geb. Rohmeyer, hat seit ihrer Kindheit einen Weg zwischen den Welten des Rechts und der Kunst gesucht. In den Jahren nach 1968 war sie als Richterin in West-Berlin und künstlerisch in der BBK-Druckwerkstatt Bethanien tätig.
Am 21. August laden wir zu einem biografischen und (kunst)historischen Erzählcafé über die Künstlerin Hanna Fertig ein. Es wird um Vereinbarkeit und Rollen gehen, um biografische und zeitgeschichtliche Kontexte, um verschiedene Perspektiven auf und Entwicklungswege von Hanna Fertig als Künstlerin in Bremen und West-Berlin. Und um Wege von und Räume für Künstlerinnen, in Ost und West, in Vergangenheit und Gegenwart.
Ins Gespräch miteinander kommen:
Jutta Jahn, Kunsthistorikerin und Projektleiterin Projekt SICHTBAR MACHEN
Prof. Dr. Georg Fertig, Historiker an der MLU Halle-Wittenberg und Sohn der Künstlerin
Dr. Jeannette Drygalla, Sozialwissenschaftlerin und Mitwirkende im Projekt SICHTBAR MACHEN
