Recherchebericht & Zeitzeugenschaft
Angeregt durch die Artikel in der Presse zu unserem Projekt hat eine für Halle wichtige Privatsammlerin Kontakt zu uns aufgenommen und in ihre Räume eingeladen, um Ihre Kunstsammlung zu besichtigen.
Dies haben wir gern wahrgenommen.
Ihre Sammlung ist ein verborgener Schatz der halleschen Schule, die verschiedene Genres der zeitgenössischen Kunst vereint. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes als Mäzenatin zu bezeichnen, da sie durch ihre Sammlungstätigkeit nicht nur Kunst erworben hat, sondern simultan auch ein freundschaftliches Beziehungsnetz zu Künstlerinnen und Künstlern der Kunstszene Halles aufgebaut und gepflegt hat. Im Grunde genommen ist sie eine Art lebendes Archiv, denn ein Besuch bei ihr ist nicht nur eine Werkschau; es ist eine Reise in die Tiefenstrukturen der halleschen Kunst über einen langen Zeitraum. Gespräche mit ihr halten Informationen bereit, die in keinem offiziellen Verzeichnis zu finden sind.
Besonders wertvoll für die Forschung in unserem Projekt sind ihre Bestände zu drei wichtigen Künstlerinnen, die in der von betrachteten Zeitspanne in Halle künstlerisch tätig waren.
In ihrer Sammlung befinden sich Arbeiten von Heidi Wagner-Kerkhof, Karin Riebensahm und Irene Hein. Darüber hinaus konnten wir Standort-Hinweise auf verschieden Arbeiten der entsprechenden Künstlerinnen mitnehmen. Oft kennt sie auch die menschlichen Hintergründe hinter den Werken und vermittelt dadurch ein kaleidoskopartiges Wissen, das diese Zeit wieder sehr lebendig werden lässt.
Sie hat uns auch ein umfangreiches Material zu ihrer Sammlung und den Künstlerinnen zur Verfügung gestellt. Und an dieser Stelle sei ihr ganz herzlich dafür gedankt.



Fotos: Bildauswahl aus den Beständen der Privatsammlung
